Cliquenprojekt "V.I.P. Kranichstein"

Projekttitel:       Cliquenprojekt - "V.I.P. Kranichstein"
Laufzeit:       seit 2004
Projektleitung:       Andreas Krauß (krauss(at)network-rope.org)
Kurzbeschreibung:       Konflikte zwischen Bewohner/-innen in Darmstadt-Kranichstein und ("nomadisierenden") Jugendlichen, die sich nicht von den bestehenden Angebotsstrukturen im Stadtteil (bspw. den Jugendhäusern) angesprochen fühl(t)en, gaben der AG KOJAK ("Kooperation Offene Jugendarbeit in Kranichstein") 2004 Anlass, eine grundlegend neue Konzeption "aufsuchender Jugendarbeit" zu erarbeiten, die sich zentral auf die Mitarbeit so genannter "V.I.P.s" (Very Important Persons) stützt, also erfahrene, mit "street-credibility" ausgestatte Jugendliche/junge Erwachsene aus Kranichstein, denen es leichter als (Sozial-)Pädagog/-innen oder erwachsenen Streetworker/-innen gelingt, vertrauensvolle Kontakte und tragfähige Beziehungen zu "schwer zugänglichen" Zielgruppen aufzubauen. Die Kranichsteiner V.I.P.s, die in Trainings auf ihre Kommunikations- und Moderationsaufgabe vorbereitet werden, dienen als "Kommunikations-Brücken" zwischen den Parteien und werden dabei u.a. durch eine pädagogische Projektkoordination und den Stadtteilpolizisten unterstützt. Das Ökumenische Kinder- und Jugendhaus dient dem Projekt als "Zentrale" für Organisation und Koordination der gesamten Projektarbeit, aber auch als Anlaufstelle für Bürger/-innen und interessierte Jugendliche. Hier setzen sich die V.I.P.s gemeinsam mit dem Koordinator des Projekts regelmäßig in Teamsitzungen zusammen. Aktuelle Einsatzfelder und Tätigkeitsbereiche werden außerdem in der AG KOJAK kommuniziert und abgestimmt. Das Kranichsteiner V.I.P.-Projekt wurde 2005 aus 150 Antragstellern als eines von 13 Projekten für innovative Jugendarbeit durch die Europäische Kommission ausgewählt und erhielt zwischen 2006 und 2008 Unterstützung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (Programm JUGEND bzw. Jugend in Aktion). Gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Groß-Britannien, Italien, Litauen, Polen und Spanien wurde der Kranichsteiner Ansatz im Projekt E.A.S.Y. - European Activities to Strengthen Youth mit Fach-Jugendlichen und Pädagog/-innen aus den Partnerländern weiterentwickelt. Regelmäßig fanden internationale Konferenzen und Trainingskurse statt, zuletzt im März 2008 in Spanien und im Dezember 2008 in Berlin. Das entstandene Netzwerk wird über den Projektzeitraum hinaus aufrecht erhalten und für weitere internationale V.I.P.-Kooperationen genutzt.
Finanzierung:       Nachdem im Herbst 2004 erstmals Stiftungsmittel der Martin Brackelsberg Stiftung zur Verfügung standen, um das Projekt in Trägerschaft des Netzwerk ROPE e.V. zu starten, kann die Arbeit seit 2006 aus Haushaltsmitteln der Wissenschaftsstadt Darmstadt finanziert werden.

Zeitungsberichte

V.I.P.-Flyer (2008)

(pdf, 11,7 MB)